Angepinnt Ursache der meisten Hardware-Defekte beim Icord HD+ mglw. gefunden

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    • Ursache der meisten Hardware-Defekte beim Icord HD+ mglw. gefunden

      Vorab die Zusammenfassung meiner Erfahrungen mit einem tot-geglaubten Icord HD+ in Kürze:

      Die Kurzform:
      Ursache des ganzen Hardware-Ärgers mit dem Icord HD+ scheint mir nach Überprüfung der Hauptplatine die unzureichende und lokal auf den Chip ungleichmäßig wirkende Kühlung der CPU zu sein.

      Abhilfe kann man selbst schaffen durch Aufschrauben eines einfachen 12V-Lüfters auf den vorhandenen Kühlkörper und einer Neuverklebung des Kühlkörpers mit der CPU mit einem geeigneten Wärmeleitkleber.

      Optimieren kann man die Lebensdauer von CPU und Festplatte noch weiter, indem man den eingebauten Gehäuselüfter des Icord HD+ aktiviert.

      Seit Durchführung dieser Maßnahmen läuft mein bereits tot geglaubter Icord bei mir seit mehreren Wochen ohne jeglichen Muckser.

      Die ausführliche Geschichte:

      Bei meinem Icord HD+ war innerhalb der Garantiezeit der „übliche“ Tausch der Hauptplatine auf die „verbesserte“ Version fällig (Loader U7.81, Software GHSNA 1.02.12), nachdem sich immer Software-Aufhänger bis zum völligen Ausfall eingestellt hatten.

      Da ich vor Versenden des Gerätes an den Reparaturservice neugierig war, ob ich den Fehler evtl. selbst beheben könnte, hatte ich das Garantiesiegel mit einem Fön zerstörungsfrei abgelöst, um mir mal das Innere vorzunehmen.
      Was mir damals bereits auffiel, war die enorm hohe Temperatur des CPU-Kühlkörpers und daß der eingebaute Gehäuselüfter (wohl hauptsächlich für die Festplatte gedacht) praktisch funktionslos war, da er auch bei einem Hitzestau im Gerät.
      (Anmerkung: Festplatten sollten zur Erreichung ihrer spezifizierten Lebensdauer nicht wärmer als ca. 50 Grad werden.)

      Es deutete aufgrund der sporadischen, sich aber immer weiter häufenden Fehlfunktionen eigentlich damals schon alles auf ein Kühlproblem hin.
      Aber bei einem kostenlosen (wg. Garantie) Tausch auf eine „verbesserte“ Hauptplatine geht man ja davon aus, daß der Hersteller das Problem erkannt und beseitigt hat.

      Nun trat vor ca. 3 Monaten und nach Ablauf der Garantiezeit bei mir dann der berühmte „E-OS“-Fehler zum ersten mal und im Anschluß dann immer häufiger auf, so daß sich das Gerät schließlich Schritt für Schritt in die ewigen Jagdgründe verabschiedete und auch nach längeren Ausschalt-Pausen der Fehler nicht mehr wegging und sich das Gerät am Ende gar nicht mehr hochfahren ließ.

      Ich hatte gedanklich die 500 Euro Anschaffungskosten schon mit dem hier üblichen „Nie wieder Humax!“-Fluch abgeschrieben, obwohl ich eigentlich mit der Bildqualität und dem Bedienkomfort hoch zufrieden war.
      Ich hatte vor ca. 10 Jahren bereits einen Humax Twin-Tuner DVB-S Festplatten-Receiver gekauft, der heute noch klaglos seinen Dienst als Zweitgerät im Schlafzimmer tut.

      Als letzten Chance wollte ich mir dann die Innereien des Gerätes mal im Detail vornehmen in der Hoffnung, vielleicht doch noch etwas zu finden, was dem Humax-Reaparaturservice einfach zu langwierig für eine Reparatur ist.
      Sowas kommt ja heute in allen Elektronik-Bereichen vor, daß nicht nach der Ursache eines Fehlers gesucht wird, sondern einfach pauschal die ganze Platine getauscht wird.

      Ergebnis:
      Die Spannungen am Netzteil-Ausgang und an den verschiedenen Spannungsreglern auf der Hauptplatine waren alle OK und ohne Schwankungen, Aussetzer oder sonstige Auffälligkeiten.

      Dann habe ich vorsichtig den Kühlkörper der CPU vom Prozessor gelöst und da traf mich dann fast der Schlag.
      Nicht nur, daß der Kühlkörper (auch des „verbesserten“ Austausch-Mainboards) unverändert viel zu klein war und -da ohne Lüfter- wieder viel zu heiß wurde.
      Der Kühlkörper war mit einem sehr spröden, harten, weißen „Kitt“ (?) einfach auf die CPU geklebt.
      Ich habe in 35 Jahren als Hobby-Elektroniker noch nie eine derart ungeeignete Verbindung von Wärmequelle und Kühlkörper gesehen.

      Da schwante mir, daß geanu dies vielleicht die Ursache des ganzen Icord-Schlamassels sein könnte.
      Die meisten werden ja die richtige Art der CPU-Kühlung von ihrem PC her kennen.
      Dort wird zunächst zwischen CPU und Kühler eine dünne Schicht Wärmeleitpaste aufgebracht, die gerade NICHT bei Wärme aushärtet, damit immer vollflächig eine dünne Schicht dieser speziellen Paste zwischen CPU und Kühlkörper verbleibt und man später für den Austausch der CPU die Verbindung zwischen CPU und Kühlkörper auch wieder lösen kann.

      Gleichzeitig muß mittels einer Feder der Kühlkörper mit einer definierten Kraft auf die CPU gepresst werden.
      Nicht zu stark, damit die CPU nicht bricht und nicht zu leicht, damit der Kühlkörper durch den Anpreßdruck bündig und gleichmäßig über die Wärmeleitpaste Kontakt mit der gesamten CPU-Fläche hat.
      Nur so kann lokale Überhitzung der CPU vermieden werden und gleichzeitig der geringst mögliche Wärme-Übergangswiderstand zwischen CPU und Kühlkörper gewährleistet werden.
      Zusätzlich sitzt auf dem Kühlkörper eines Standard-PCs oben noch ein (meist geregelter) Lüfter, da der Kühlkörper alleine es nicht schafft, die Kerntemperatur der CPU bei Vollast auf einem zulässigen Niveau zu halten.

      Keiner dieser Punkte einer regelgerechten CPU-Kühlung sind beim Icord HD+ konstruktiv umgesetzt worden!

      Daraus ergibt sich folgender typischer Lebenszyklus eines ICord HD+:
      Durch das ständige starke Erwärmen und Abkühlen der Übergangsfläche zwischen CPU und Kühlkörper zwischen Betrieb und Standby/Off wird der verwendete harte „Kitt“ sich genau über der CPU immer wieder stark ausdehnen und wieder zusammenziehen.
      Wegen der ungleichen Wärmeausdehnung von Kühlkörper, Kitt und CPU kommt es unweigerlich zur unkontrollierten stellenweisen Ablösung des Kitts von der CPU-Oberfläche.
      Insgesamt sieht es aber von außen noch so aus, als ob der Kühlkörper fest mit der CPU verbundenist, da Humax um die eigentliche CPU-Oberfläche herum sehr viel von diesem Kitt verwendent hat, so daß die thermische Verbindung mit dem CPU-Kern scheinbar erhalten bleibt.
      Hier ist dann aber am Ende nur noch das äußere Gehäuse der CPU-Platine und nicht der eigentliche CPU-Kern noch flächig mit dem Kühlkörper in Kontakt.

      Dadruch wird sich die CPU nun lokal überhitzen und dann irgendwann mit zunächst sporadischen Fehlern, Aussetztern und merkwürdigem Verhalten reagieren.
      Es ist ein schleichender Prozess, da die lokale Überhitzung zunächst nur an kleinen, begrenzten Stellen der CPU auftritt und nach Abkühlung großenteils wieder verschwindet und dann beim nächsten Einschalten/Hochfahren zunächst alles wieder OK erscheint.
      Mit jedem Aufwärmen und Abkühlen der CPU wird das Problem aber schlimmer und am Ende fällt die CPU immer öfter und immer schneller aus.

      Im Extremfall kann sich sogar die elektrische Kontaktierung der CPU mit der Hauptplatine teilweise lösen oder unzuverlässig werden, da sich die Hitze der CPU mit abnehmender thermischer Verbindung zum Kühlkörpers immer mehr in Richtung Hauptplatine anstelle in Richtung Kühlkörper ausbreitet.
      Selbst wenn das Lötzinn der CPU-Kontakte dort nicht schmilzt, so können sich die Kontakte der CPU durch das ständige starke Aufheizen und Abkühlen der Platine im Kontaktbereich doch im Laufe der Zeit lösen.

      Diese Erklärung wird auch durch einen Beitrag hier im Forum erhärtet, wo der Humax-Reparaturservice auf eine Reparaturquittung die durchgeführten Maßnahmen geschrieben hat:
      U.a. war dort aufgelistet „Neukontaktierung der CPU (und der RAM-Bausteine), neues Wärmeleit-Pad eingesetzt...“
      Offensichtlich ist dem Humax-Reaparaturservice also das Wärmeproblem bekannt!
      (Die kleinen RAM-Bausteine um die CPU herum stellen m.E. kein Problem dar)

      Eine Anleitung für die Abhilfe wg. Textbegrenzung gleich in einem 2. Beitrag

      Gruß

      Roger
    • Abhilfe für die meisten Hardware-Defekte beim ICord HD+

      Als Fortsetzung zu der Beschreibung und Erklärung der Wärme-Probleme bei der CPU des ICord HD+ hier nun eine Schritt-für-Schritt Anleitung für mutige Bastler

      Abhilfe:
      Abhilfe kann man selbst in 2 Schritten schaffen, solange die CPU noch keinen dauerhaften Schaden hat und man den Icord wenigstens noch 1x zum Starten bekommt.
      Es sollte klar sein, daß dies auf eigene Gefahr und mit wahrscheinlichem Verlust noch vorhandener Garantieansprüche geschieht.
      Da auf der Netzteil-Platine 230V Netzspannung anliegen, ist natürlich unbedingt der Netzstecker vor Öffnen des Gerätes zu ziehen.
      Auch alle anderen elektrischen Verbindungen (LNB, Netzwerk, SCART, HDMI...) sollte man vor dem Rumwerkeln im Gerät vorsichtshalber trennen.

      Stufe 1.)
      Man besorgt sich zunächst einen möglichst leisen, 40x40mm großen 12V-Lüfter ohne Regelung.
      Bei Reichelt Reichelt ist z.B. der relativ leise Typ „LÜFTER 4020-12V“ erhältlich, der für unsere Zwecke geeignet ist.
      Diesen kann man mittels 4 M3-Schrauben einfach in den Lamellen des vorhandenen Kühlkörpers festschrauben. Die Schrauben krallen sich dort fest und schneiden sich praktisch ihr eigenes Gewinde. Der Lüfter muß nicht und sollte auch nicht „bombenfest“ auf den Kühlkörper geschraubt werden, sondern die Schrauben sollten nur leicht angezogen werden, damit keine großen Kräfte über die Verklebung auf die empfindliche CPU ausgeübt werden..

      Den Plus-Anschluß (rot) und Minus-Anschluß (schwarz) kann man sogar ohne Löten einfach in die 12 V Versorgung des 4-poligen, quadratischen Festplattensteckers stecken (gelb = +12V, schwarz = Masse), wenn man die vorderen Kabelenden auf ca. 1 cm abisoliert und die blanken Litzenenden zwei- oder dreimal zusammenfaltet und dann in die o.g. Crimpanschlüsse des Festplattensteckers steckt.
      Besser ist es natürlich, die Lüfteranschlüsse in die Crimp-Stecker des Festplattensteckers einzulöten.

      Die 12V-Spannung im Icord ist allerdings auch im Standby vorhanden, so daß der Lüfter auch im Standby weiterläuft.
      Das ist vom Stromverbrauch nicht weiter schlimm (max. 1W), könnte aber u.U. den Hausfrieden etwas stören.
      Deswegen bestellt man am besten gleich noch ein Poti mit, um die Drehzahl des Lüfters etwas herabzusetzen, so daß man gerade bei ausgeschaltetem Icord nichts oder kaum noch etwas hört.
      (Keine Angst: auch ein herabgeregelter Lüfter wird die CPU noch genügend kühlen.)

      Das Poti muß mindestens eine Belastbarkeit von 1W haben und sollte einen Widerstand zwischen zwischen 100 Ohm und 1kOhm haben.
      Geeignete Typen bei Reichelt wären z.B. „P4W-LIN 100“, „P4W-LIN 220“, „P4W-LIN 470“ oder „P4W-LIN 1,0k“. Die letzte Zahl gibt jeweils den Ohmwert an. Der 220 oder 470 Ohm-Typ ist meist der beste Kompromiß.
      Man schleift das Poti in die rote +12V Leitung des Lüfters ein, indem man diese in der Mitte auftrennt und dann einen Anschluß mit dem mittleren Anschluß des Potis und den anderen mit dem linken oder rechten Anschluß des Potis verlötet.
      Das Poti muß dann mit Klebeband, einem Kabelbinder o.ä. irgendwo sicher im Icord befestigt werden (z.B. seitlich am Kunstoffgehäuse der Festplattenhalterung), da das Poti-Gehäuse aus Metall ist und bei Kontakt mit der Hauptplatine oder gar der Netzteilplatine einen Kurzschluß verursachen kann.
      Man kann natürlich in die Rückwand des Icord auch einen Durchbruch für das Poti bohren und es dort festschrauben. Das wäre sicherlich die professionellste Lösung und man kann dann die Drehzahl des Lüfters nachträglich auch noch von außen regeln. Dabei sollte man nur aufpassen, daß kein Metallspäne vom Bohren im Gerät zurückbleiben (Kurzschlußgefahr).

      Wenn man Glück hat, reicht diese Maßnahme bereits aus, damit der Icord von nun an wieder stabil läuft. Die Wärmeabführung ist nun erheblich besser, was man daran merkt, daß der Kühlkörper jetzt nur noch lauwarm werden sollte und nicht mehr kochend heiß.


      Stufe 2.)
      Will man das Übel an der Wurzel packen und den ungeeigneten Kitt durch eine geeignete Wärmeleitpaste o.ä. ersetzen, ist jetzt eine kleine „Operation“ notwendig, bei der man allerdings im ungünstigsten Fall auch die CPU zerstören kann, wenn man zu starke Gewalt anwendet.
      Da es bei mir nichts mehr zu verlieren gab, da der Icord definitiv „tot“ war, habe ich den Kühlkörper durch leicht schaukelndes Hin- und Herdrehen (nicht Ziehen!) von der CPU abgelöst.
      Dazu gehört etwas Mut und meist etwas „sanfte Gewalt“, damit sich der Kitt mit einem Knack von der CPU löst.
      Man muß anschließend mit einem scharfen, schmalen Spachtel oder Spatel die Reste des Kitts vom Kühlkörper und von der Oberfläche der CPU restlos abschaben.
      Auch hier ist wieder etwas Mut erforderlich, denn man darf beim Herumschaben auf der CPU den Spatel oder Schachtel auf keinen Fall verkanten. Sonst kann man die CPU irreparabel beschädigen.

      Als nächstes trägt man entweder „klassische“ Wärmeleitpaste oder für diesen Zweck geeigneten Wärmeleitkleber in einer dünnen Schicht auf die CPU und auf den Kühhkörper auf.
      Wärmeleitpaste findet man evtl. noch in einer kleinen Tube oder Plastik-Spritze im Karton seines PCs, Motherboards oder CPU-Kartons.
      Ansonsten gibt es z.B. bei Reichelt geeignete Wärmeleitpaste („LEITPASTE 5GR“) oder Wärmeleitkleber („WK 709-5ML“)

      Dann setzt man den Kühlkörper incl. Lüfter wieder auf und dreht unter ganz leichtem Druck den Kühlkörper ein paar mal leicht hin und her.
      Dadurch verteilt sich die Wärmeleitpaste bzw. der Kleber gleichmäßig in einer dünnen Schicht zwischen CPU-Oberfläche und Kühlkörper.

      Der Vorteil der Wärmeleitpaste ist, daß sich der Kühlkörper jederzeit wieder von der CPU ablösen läßt. Der Nachteil ist allerdings, daß es keine feste Verbindung gibt und der Kühlkörper durch Vibration oder bei schräger Aufstellung des ICord von der CPU abrutschen könnte!
      Die meisten Wärmeleitpasten verlieren bei Erwärmung nämlich ihre Zähigkeit und Klebrigkeit.
      Wenn man Glück hat, erwischt man aber eine Wärmeleitpaste, die auch bei Erwärmung zäh und klebrig bleibt.
      Ansonsten greift man zu o.g. Wärmeleitkleber.
      Am besten bestellt man beides und versucht es erst mit der Wärmeleitpaste.
      Wenn diese dann bei Erwärmung nicht klebrig genug bleibt, wechselt man -nach Reinigung von CPU und Kühlkörper- zum Wärmeleitkleber.

      Es ist mir wirklich völlig unverständlich, daß Humax hier keinen Federbügel für den Kühlkörper vorgesehen hat, wie es bei Kühlkörpern für CPUs für PCs üblich ist.

      Mit diesen Maßnahmen sollte der Icord nun eigentlich dauerhaft zuverlässig laufen, sofern man ihn wenigstens noch einmal gestartet bekommt.
      Bei mir ist nach diesen Maßnahmen ein komplett toter Icord wieder „aufgewacht“ und läuft nun seit mehreren Wochen völlig zuverlässig und ohne jeden Muckser.
      Man sollte bei einem Icord, der vorher schon Ärger gemacht hat, sicherheitshalber noch einmal auf Werkseinstellungen zurücksetzen und die Festplatte formatieren, damit sich am Ende nicht über diesen Weg ein eigentlich jetzt einwandfreies Gerät immer noch fehlerhaft verhält.

      Stufe 3.)
      Man kann nun noch den ungenutzten Gehäuselüfter des Icord zur Verlängerung der Lebensdauer der Festplatte aktivieren.
      Dazu zieht man den kleinen dreipoligen Stecker des Lüfters ab und kann dann den roten und schwarzen Anschluß genauso anschließen wie den o.g. CPU-Lüfter (mit voller oder verminderter Drehzahl; also mit oder ohne einem eigenem (!) Poti).
      Der weiße Anschluß wird nicht benötigt, da an ihm das Tachosignal anliegt.


      Ich hoffe, daß der eine oder andere, bei dem ein „toter“ oder „zickender“ ICord herumliegt, und der wg. abgelaufener Garantiezeit und/oder nicht entsprochenem Kulanzwunsch sein Gerät mit dieser Anleitung wieder zum Leben erwecken kann.

      Bevor jemand sein defektes Gerät trotzdem in den Sondermüll gibt, weil er sich die Reparatur nicht zutraut, dem nehme ich gerne die Entsorgung ab und erstatte sogar Porto und Verpackungskosten bei Zusendung an mich :)

      Ich würde mich über Erfolgsmeldungen oder weitere Erfahrungen mit Reparaturversuchen freuen.

      Gruß

      Roger
    • ...sensationeller Beitrag!!!
      Mein HD+ (zu Garantiezeiten wegen ständiger Abstürze schon einmal eingeschickt - Tausch Hauptplatine) zeigte seit Monaten (inzwischen weit außerhalb jeglicher Garantie) erneut ständig Abstürze. Die letzten Tage lief das Gerät keine 5 min mehr, stürzte jedes Mal! innerhalb einer Minute ab.
      Da die oben beschriebenen Symptome 100%ig zutrafen, schaute ich mir die Sache ebenfalls einmal von innen an. Sofort nach dem Einschalten wurde die CPU übel heiß.
      Ich schloss einen Lüfter an, legte ihn über die CPU und jetzt läuft das Gerät seit 5 Stunden ununterbrochen. Null-Probleme!
      Ich bin absolut überzeugt - das Gerät ist so wieder tip-top! Ich war echt kurz davor, das Gerät kopfschüttelnd auf den Müll zu werfen! fast 600 EUR! ... ob es jemals wieder ein Humax wird...wohl eher nicht - meiner Meinung nach ein krasser Konstruktionsfehler!!!
      Nochmals großer Dank dem obrigen Verfasser!!! Grüße! Bernd
    • Ergebnisbericht

      Guten Morgen...
      ...habe heute früh noch einmal weiter "getestet"... mehrfach ausschalten und Neustart - gewollt :) - auch noch einmal Dauerbetrieb.
      Alles tip top !!! Krasse Sache - dieser Beitrag hat wohl mein Gerät gerettet :) Nochmals vielen Dank!!! Übrigens: bei mir schaltet sich der Lüfter ab, bei Auschalten des Gerätes und startet beim Einschalten - angeschlossen am gelben Draht (+) zur Festplatte. Optimal :)
      Grüße! Bernd
    • Guten Morgen,

      habe eben auch mal meinen Humax aufgeschraubt....irgendwie schein ich ein "neues" Kühlerdesign zu haben. Sieht aber recht ineffizient aus bzgl. Kühler (Mainboard wurde vor ca. 3/4 Jahr gewechselt). Abstürze hat er aber eigentlich wenn dann nur direkt nach dem Einschalten....werde ihn wohl einfach wieder zu machen.
      Bilder
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    • Hallo kreppel,

      das ist tatsächlich ein ungewöhnliches Kühler-"Design", aberob es besser ist als das alte.
      Der Hauptfaktor für die Abstürze ist zunächst der schlechte Kontakt zwischen Kühlkörper und der CPU ("Verkittung" anstelle Wärmeleitpaste) und in zweiter Linie dann noch die unterdimensionierte Größe des Kühlers.

      Die Abstürze beim Einschalten deuten aber schon darauf hin, daß es hier noch/wieder Kühlprobleme gibt, da beim Hochfahren durch das Aufheizen der CPU sich alle Teile in der Nähe erstmal ausdehnen und es bei lokaler (Mikro-) Überhitzung zu Kontaktproblemen kommt (Verlötung CPU/Mainboard).

      Bei mir lief es nach meinem Mainboard-Tausch auch erst ein 3/4...1 Jahr fehlerfrei und dann ging es langsam los....

      Gruß

      Roger
    • @rogerleifert

      hmmm....also ich glaube, dass das "neue" Design bzgl. Kühlleistung ziemlich mies sein müsste. Das ich trotzdem im Prinzip kaum Abstürze zu vermelden habe (die Reboots direkt nach dem Einschalten kommen max. 1x/Monat vor) liegt vielleicht daran, dass dieser merkwürdige Kühler aber recht flächig auf dem Chip sitzt. Es macht nicht den Anschein, als wäre eine dicke Schicht von irgendeinem Mist dazwischen.
      Oder der Chip hat ne neuere Revision, und wird daher nicht mehr so heiß?? Mein Humax lief, bevor ich ihn vorhin aufgemacht hatte, schon für 3h und das aufschrauben hat max. 5min gedauert - Kühlkörper lauwarm.
    • Nachdem mein HD+ nach zwei Jahren Fehlerfrei lief, fing er jetzt an Probleme zu machen. Er stürzte gelegentlich ab und war nur durch aus- und einschalten zum Leben zu erwecken. Außerdem frierte die Anzeige des Frontdisplays öfters ein, während das Gerät weiterhin bedienbar war.

      Hier im Forum stieß ich dann auf diesen exzellenten Bericht :danke:

      Daraufhin habe ich meinen Humax geöffnet um mich von der Kühlsituation zu überzeugen. Wie Roger in seinem Artikel schrieb, war der Kühlkörper der CPU extrem heiß. Ich konnte ihn kaum anfassen. Das lässt auf eine Temperatur zwischen 60 und 70 Grad Celsius schließen, deutlich zu heiß! Da der Kühlkörper meines Icords (optisch) ordentlich verklebt war, habe ich mich dann für den Einbau eines zusätzlichen Lüfters entschieden. Da ich auf ein lautes Lüfter Geräusch nach Möglichkeit verzichten wollte, mir der Vorschlag mit dem Poti ab nicht so zusagte, habe ich mich für einen extrem leisen Lüfter, den ich bei Conrad gekauft habe, entschieden. Der Lüfter hat nach Hersteller Angaben eine Betriebslautstärke von nur 11 db/A und ist damit sehr leise.

      Bei der Montage des Lüfters hat sich dann aber der Kühlkörper von der CPU gelöst und das obwohl ich sehr vorsichtig und ohne große Kraftanstrengung vorgegangen bin. Nun war ich genötigt den alten Kleber zu entfernen und den Kühlkörper, den ich jetzt aber bereits mit dem Lüfter versehen hatte, mit der CPU zu verkleben. Da der Kleber bei 20°C ca. 24 h und bei 65°C nur ca. 45 min benötigt um auszuhärten, habe ich den Icord eingeschaltet und nach 1 Stunde die Klebeverbindung kontrolliert. Der Kühlkörper war fest verklebt und der Kleber ausgehärtet.

      Dann habe ich den Lüfter an die 12 Volt Spannungsversorgung der Festplatte angeschlossen und in Betrieb genommen. Der Erfolg war/ist umwerfend. Im Betrieb (nach mehreren Stunden) wird Kühlkörper lediglich lauwarm. Der Lüfter ist nicht zu hören, da das Arbeitsgeräusch der Festplatte lauter ist. Das Gerät läuft Störungsfrei! Ich habe sogar das Gefühl, das die Sender beim Umschalten schneller gefunden werden. Darüber hinaus schaltet sich der Lüfter, beim Abschalten des Gerätes, auch aus.

      Fazit: Ich kann jedem nur den nachträglichen Einbau einer zusätzlichen Kühlung der CPU empfehlen.

      Nochmal vielen Dank an Roger für den tollen Beitrag. :respekt:

      Viele Grüße

      Dieter

      P.S. Den Festplattenlüfter habe ich auch wie beschrieben an die Stromversorgung der Festplatte angeschlossen. Dieser Lüfter ist zwar nicht so leise wie der neu gekaufte von Conrad, aber es hält sich in Grenzen und ich kann damit Leben.
    • Hey

      bei meinem Icord kam es auch immer wieder zu abstürzen bis er vor 2 Tagen komplett den Geist aufgegeben hat.
      Also ging zwar kurz an und dann direkt buntes Bild und Freeze. Da man das Problem immer wieder nach längerem Stillstand rauszögern konnte , war die Lösung klar. Man kennt es aus dem Computerbereich. Wenn der CPU zu heiss wird steht das System und macht einen Notstop(Im besten Falle)
      Ich habe wie bei dir beschrieben einen 40*40 Lüfter drauf gemacht und die Temperatur ist deutlich gesunken an den Kühlrippen.
      Die Wärmeleitpaste zu erneuern traue ich mich nicht, weil das Ding wirklich Bombenfest sitzt.

      Der Icord läuft seitdem stabil......und ich hoffe es bleibt so.
      Der Humax Support ist dagegen ein Witz. Aber wenn man ehrlich ist, ich kenn keinen Support der einen wirklich hilft !!!!

      Hat vielleicht einer die Lösung gefunden den Gehäuselüfter einfach zu aktivieren ? Sonst muss man wirklich die Kabel verlängern und dazu stecken.

      Aber vielen Dank für die Anleitung und deinen Einsatz ....... :goodpost: :danke:
    • Hallo,

      mein Design ist gleich wie bei Kreppel.
      Allerdings wird der Kühler bei mir innerhalb weniger Mintuen so heiß, dass man Spiegeleier drauf braten kann. Und der Receiver lässt sich auch nicht mehr umschalten.

      Ich würde gerne einen Lüfter drauf setzen. Hab keinen Plan wie ich auf diesen Kühlkörper einen Lüfter moniteren soll. Welche Möglichkeit habe ich den Kühlkörper zu entfernen, und einen neuen Kühlkörper mit Lüfter zu montieren ???

      Gruß
    • Eine Möglichkeit den Gehäuselüfter zu aktivieren ohne ein Verbindungskabel löten zu müssen?
      Es gibt ja "12 Volt Verlängerungskabel mit Stecker 'weibchen/männchen für Lüfter" und dann müsste man nur zur Festplattenspannungsversorgung löten... Weiss jemand einen Link für solch ein Kabel? Dann könnte man die Verbindung auch jederzeit wieder lösen...
      Oder optimal wäre eine Klemme für die Kabelverbindungen der Lüfter zur Festplattenvetsorgung?
      Gibts so kleine?
    • Andreas_1982 schrieb:



      mein Design ist gleich wie bei Kreppel.
      Ich würde gerne einen Lüfter drauf setzen. Hab keinen Plan wie ich auf diesen Kühlkörper einen Lüfter moniteren soll. Welche Möglichkeit habe ich den Kühlkörper zu entfernen, und einen neuen Kühlkörper mit Lüfter zu montieren ???

      Gruß


      Hallo Andreas,

      Da ist etwas mehr Improvisation gefragt als bei der Standardlösung, wo bereits ein 40x40mm Kühlkörper direkt auf der CPU sitzt.

      Möglichkeit 1:
      Du hängst mittels ein paar Drahtstücken einen Lüfter freischwebend über der CPU auf und zwar so, daß die CPU angeblasen wird.
      (Viele Lüfter sind auf saugend gelabelt, wenn man auf die beschriftete Seite guckt)

      Möglichkeit 2:
      auf dem Bild von Kreppel sieht es so aus, daß es in der Mitte dieses V-förmigen Kühlkörpers ein quadratisches Feld gibt.
      Wenn das glatt und eben ist, kannst Du darauf zunächst einen sog. Lamellen-oder Finger-Kühlkörper setzen.
      Je größer, desto besser, da die Kühlwirkung mit der Grundfläche des Kühlkörpers und dem Durchmesser des Lüfters steigt.
      Du könntest mal mitteilen, wie groß der freie Bereich zwischen den 2 V-förmigen abgebogenen Kühlblech-Flügeln ist.

      Passend wäre mglw. folgender Kühlkörper bei Reichelt 36x36 Kühlkörper, den Du mit Wärmeleitpaste oder Wärmeleitkleber befestigt (s. mein erster bzw. zweiter Beitrag in diesem Thread).

      Auf den kann man dann einen passenden Lüfter in der Größe 25x25...35x35mm setzen,z.B. diesen hier reichelt.de/Luefter/L-FTER-251…6cc64415c3f9050a9d64ff828.

      Häufig findet man passende Lüfter und Kühlkörper auch auf alten PC-Grafikkarten, PC-Motherboards oder sonstiger ausgemusterter PC-Hardware oder über eine entsprechende Suche bei Ebay.

      Hier ist etwas mehr Improvisation gefragt. Probieren geht über studieren und Versuch macht klug.
      Kaputt gehen kann dabei eigentlich nix.

      Gruß

      Roger
    • rogerleifert schrieb:

      Möglichkeit 1:
      Du hängst mittels ein paar Drahtstücken einen Lüfter freischwebend über der CPU auf und zwar so, daß die CPU angeblasen wird.


      ...Weil der Lüfter sozusagen in der Luft schwebt? (zwecks anblasen der CPU?)
      Normal wird der Lüfter so eingebaut, das er die Luft vom Kühlkörper/CPU ansaugt und nach oben bläst...

      Die Möglichkeit 1 bezieht sich nur auf die V-förmige variante des Kühlkörpers?

      ...Was hälst du von der Idee mit dem "12 Volt Verlängerungskabel mit Stecker 'weibchen/männchen " zum verlängern des Gehäuselüfters zur Festplatte um die Verbindung wieder trennen zu können.
      Weisst du welcher hier für passen würde?

      danke für deine mühe :danke:
      und nochmal :respekt: für deine posts

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ochzoetna () aus folgendem Grund: Zitat angepasst

    • spillo schrieb:

      Die Möglichkeit 1 bezieht sich nur auf die V-förmige variante des Kühlkörpers?


      Genau. Für die herkömmliche Variante mit dem quadratischen Kühlkörper ist in den ersten 1 Posts die Vorgehensweise beschrieben.

      spillo schrieb:

      Was hälst du von der Idee mit den 2 pol. Kabel mit Stecker zu verlängern des Gehäuselüfters zur Festplatte um die Verbindung wieder trennen zu können.
      Weiss du welches hierfür passen würde?


      Idee wäre therotisch gut für die Übervorsichtigen, obwohl sich mir der Zweck nicht ganz erschließt.
      Mir sind aber keine Verlängerungen für diese Stecker bekannt.
      Die vom User "Antikalk" verlinkten Wago-Stecker sind völlig ungeeignet.

      Eine Verlängerung an sich erübrigt übrigens das Löten nicht, da man die Verlängerung ja in der Mitte auftrennen oder abisolieren muß und dort den neuen Lüfter anlöten muß.
      Besser wären theoretisch ein sog. "Y-Kabel" oder ein "Splitter", die mir aber ebenfalls mit diesen Steckern nicht bekannt sind.
      Evtl. hilft eine Ebay-Suche.
      Der im ICord HD+ verwendete quadratische Festplatten-Stromversorgungsstecker wird in PCs übrigens für die Zusatz-Stromversorgung der CPU oder mancher Grafikkarten verwendet. Daher bei einer Ebay-/Google-Suche evtl. mal mit den Suchbegriffen "Y-Stecker, Verteiler, CPU, Stromversorgung" etc. herumspielen.

      Bei wem die Garantie aber sowieso abgelaufen ist, sollte hier keine Angst haben, die Lüfterkabel direkt in die Stecker zu löten.
      Was soll da groß passieren?
      Selbst bei einem verpolten Anschluß dreht sich der Lüfter im schlimmsten Fall einfach gar nicht oder falsch herum.
      Einen Kurzschluß kann man durch verpoltes Anlöten aber nicht verursachen.
      Daß man nur bei gezogebem Netzstecker (+Antennen-, HDMI-, Netzwerk-stecker etc.) am Gerät herumwerkelt, versteht sich natürlich von selbst.

      Gruß

      Roger