Ständig Ersteinrichtung nach längerer Zeit im Standby

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    • Ständig Ersteinrichtung nach längerer Zeit im Standby

      Hallo,

      ich habe seit dieser Woche folgendes Problem mit dem Icord HD+ :
      Wenn der Receiver ein paar Stunden im Standby war startet beim Einschalten ständig die Ersteinrichtung, also der Wizard. Lasse ich den Receiver nur kurze Zeit (mit 10 Minuten versucht) im Standby gibts keine Probleme.

      Das gleiche Problem hatte ich schon im Januar, damals habe ich mich an den Humax-Support gewandt. Dieser hat mit einer ziemlich nutzlosen Antwort reagiert, aber das Problem war nach einer Weile von alleine weg. Aber jetzt gehts wieder los.

      Hier mal die Supportanfrage vom Januar und die Antwort von Humax:

      Frage:
      Seit gestern macht das Teil Probleme: Wenn das Gerät ein paar Stunden
      ausgeschaltet ist (nicht vom Stromnetz getrennt) erscheint ständig der
      Setupassistent (Bildschirmformat einstellen, Sender suchen,
      Internetverbindung einrichten). Natürlich alle von mir vorgenommenen
      Sendereinstellungen gelöscht.

      Woran liegt das? Ist in dem Gerät eine Speicherbatterie verbaut, die
      man wechseln kann? Oder wo werden diese Setupeinstellungen gespeichert?
      Die Festplatte wird jedenfalls erkannt und ich kann die aufgenommenen
      Sendungen auch ansehen, die wird wohl nicht defekt sein, oder doch?

      Antwort:
      vielen Dank für Ihre E-Mail an das HUMAX Service-Team.

      Setzen Sie das Gerät bitte einmal auf Werkseinstellungen zurück.
      Beachten Sie bitte, dass alle vorhandenen Einstellungen dadurch verloren
      gehen.

      Prüfen Sie bitte gleichzeitig die Signalstärke ( 85-95% ) und Signalqualität (100% ).


      Meine Frage von damals bleibt die gleiche, vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen. Oder sollte ich mich langsam um einen neuen Receiver umschauen?

      Danke schon mal für die Mühe :) .

      Grüße
    • everrest schrieb:

      Hi,

      falls du den "deep-standby" Modus verwendest, schalte den mal ab.
      Dann bleibt die Uhrzeit im Display sichtbar.

      LG

      everrest
      Hi everrest,

      danke erstmal für deine Hilfe. Ich hab mal gegoogelt und ich denke du meinst unter Einstellungen->System->Energieverwaltung->Energiesparmodus im Standby.

      Habe das jetzt mal ausgemacht, mal sehen was passiert. Das Problem bestand jetzt die ganze Woche, jedesmal wenn der Receiver längere Zeit ausgeschaltet war kam die Ersteinrichtung, alle Einstellungen gelöscht.

      Jetzt gerade habe ich den Receiver eingeschaltet um den Standbymodus zu ändern und die Einstellungen waren diesmal nicht gelöscht, obwohl er seit gestern 20 Uhr im Standby war. Komisches Verhalten...

      Gruß dairplay

      PS: Schaltet sich die Festplatte in dem Modus noch ab oder läuft die dann ständig?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dairplay ()

    • Hi dairplay,

      diese Einstellung meinte ich;
      diente aber nur zur Diagnose, ob du das typische HD Plus Temperatur-Problem hast.

      Da das ganz danach aussieht, empfehle ich die Beiträge dazu von rogerleifert und intruder hier im HD Plus Forum.

      Und: Die Festplatten (intern und extern) schalten sich weiterhin ab.

      LG

      everrest
    • Hi everrest,

      habe gerade den Receiver eingeschaltet, Standbymodus war nicht im Energiesparmodus, also Uhr im Display. Diesmal kam wieder der Wizard, also wieder alle Einstellungen weg.

      Dann habe ich wohl dieses Temperaturproblem? Woran merkt man das, wenn das Umstellen der Diagnose dient?


      Gruß dairplay
    • Hi dairplay,

      durch den ausgehärteten Wärme-Leit-Kleber unter dem Kühlkörper wird der Controller zu heiß und verspannt sich leicht. Dadurch entstehen Mikro-Risse in den Balls (BGA). Diese bilden einen "Wackelkontakt" in der Verbindung zum EEPROM, in dem die Einstellungen abgespeichert werden. Wenn die Software also keine Kommunikation zum EEPROM aufbauen kann, ruf sie den Wizard auf. Dieser hält die Einstellungen dann zunächst im Arbeitsspeicher, wodurch der Receiver dann solange läuft, bis er wieder abgeschaltet wird. Beim Abschalten versucht er dann, diese Einstellungen im EEPROM zu speichern. Das kann dann gut gehen oder auch nicht (Wackelkontakt). Dies wäre nicht weiter tragisch, da die Einstellungen ja dort bereits abgespeichert sind (Änderungen gingen dann allerdings verloren). Aber wenn beim nächsten Einschalten die Verbindung wieder unterbrochen ist, geht das Spiel von vorne los.

      Die entscheidende Frage ist jetzt aber, ob du dir zutraust, Hand an den Receiver anzulegen?

      LG

      everrest
    • Hi everrest,

      wie gewünscht ein kleiner Zwischenbericht:

      Ich habe heute (gestern) die Teile erhalten. Ich hatte mir alle in der Anleitung beschriebenen Teile bestellt, 6 Euro Porto ;).

      Was gefehlt hatte waren die vier Schrauben für den Lüfter, und es war nur von M3 Schrauben die Rede. Zufälligerweise habe ich einen Schraubenfachhandel in der Nähe, dorthin habe ich den Lüfter mit hingenommen. Die erste Reaktion von dem Spezialisten als er das sah: Ja was haben wir den da für was besonderes.... blablabla... aber da passen auch M4 rein... ICH: Nein, ich brauche M3.... blablabla... ICH: Da stand die schneiden sich selbst rein.....ER: Viel Glück... Letzter Satz obwohl er den Lüfter genau vor sich hatte: ER: Wieviele brauchen Sie denn... ICH: Vier... ER: Zehn ist aber die Mindestabgabemenge..... seufz..

      Für alle die noch Schrauben für den alten Passivkühler (den mit den Kühlrippen) brauchen: Bestellt gleich M3 Schrauben mit 25mm Länge mit wenn ihr den Lüfter mit 20mm Dicke kauft, oder geht mit dem Lüfter zum Schraubenfachhändler eures Vertrauens ;).

      Dann hab ich einfach mal angefangen. Das Gehäuse öffnen mit den drei Kreuzschrauben, gibt es sowas einfaches heute echt noch? Und dann hab ich mich entschlossen doch zu löten. Denn das Potentiometer hatte so große Anschlüsse, da dachte ich: Das schafft sogar ein Trampeltier wie ich irgendwie ^^.

      Die Anschlüsse des Lüfter habe ich dann einfach in die wie in der Anleitung beschriebenen Anschlüsse gesteckt. Aber: Hab die dann mit den entsprechenden Kabeln zusammengebunden per Isolierband. Weil wenn da mal ne Ader warum auch immer rausfliegt und über die Platine scheuert kann das nicht gut sein, und so kann das nicht passieren.

      Mein erster Test nur am Stromnetz ohne TV: Alles in Ordnung, Festplatte läuft hoch, auch der Lüfter. Und er schaltet sich auch ab, simultan mit der Festplatte.

      Daher auch wohl der "Irrglaube", der Lüfter würde dann ständig laufen:
      Die läuft ja auch im Standby weiter bis sie sich irgendwann abschaltet. Ich denke genau so lange läuft dann auch der Lüfter, also nicht so wie in der Anleitung er würde immer laufen.

      Ich persönlich würde das Poti immer wieder so einbauen, denn das von mir gekaufte Teil ist unter Volllast nicht gerade leise. So kann ich den Lüfter regeln wie ich will. Denn was bringt ne Regelung, wenn man nicht rankommt...?

      Jetzt noch ein paar Fotos nach dem Einbau, leider hab ich vorher nicht dran gedacht.

      Sorry, die Anhänge sind zu gross, ich arbeite dann dran.

      Gruß dairplay
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dairplay ()

    • Hi dairplay,

      danke für die Rückmeldung und Glückwunsch zum Umbau!

      Wenn der Wizard nun dauerhaft wegbleibt, lass' das Alles mal so!
      Ansonsten gibt es noch ein paar weiterführende Tipps.

      Das Wichtigste ist, wirklich ALLE Reste des alten verkoksten Klebers entfernt zu haben, um eine hauchdünne Schicht des neuen Klebers so aufbringen zu können, dass der Kühler VOLLFLÄCHIG aufliegt.

      LG

      everrest
    • Hi everrest,

      erst dachte ich der Wizard wäre jetzt dauerhaft weg, aber gestern kam er wieder. Hab dann den Lüfter mal auf fast Volllast aufgedreht, aber auch heute kam wieder der Wizard.

      Dann wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als den Passivkühler von der CPU zu entfernen. Hätte da zwar schon mal rumgezogen, als ich den Lüfter eingebaut habe. Er hat sich aber nicht bewegt, deswegen hab ich das erstmal bleiben lassen und gehofft, der Lüfter würde reichen.

      Das werde ich dann wahrscheinlich am Wochenende versuchen, wenn ich vernünftig Zeit habe. Sollte ich das mit Wärmeleitpaste überhaupt probieren oder gleich den Kleber verwenden? Hab da ehrlich gesagt keine Lust drauf, dass der Kühler samt Lüfter runterrutscht (vorausgesetzt ich bekommen den Kühler überhaupt von der CPU).

      Gruß dairplay
    • Hi dairplay,

      nach neueren Erkenntnissen ist ein Lüfter gar nicht notwendig (ein größerer passiver Kühler reicht auch), ist aber allein nicht die Lösung, weil der schlechte Wärmeübergang zwischen Chip-Oberfläche und Kühlkörper ja weiterhin besteht.
      Also: Kühler mit geeigneter (Rohr-) Zange packen und solange hin- und herdrehen (nicht reißen), bis er sich mit einem Knack löst. Dann wird es diffizil: Mit Lösungsmittel die Oberfläche penibel vom alten Kleber befreien. Zur Not vorsichtig mit Skalpell nachhelfen, aber dabei die Oberfläche möglichst nicht verkratzen. Falls Du den unterdimensionierten alten Kühler (mit oder ohne Lüfter) weiterverwenden möchtest, musst Du dessen Unterseite natürlich genauso behandeln. Ich würde den gegen einen PC-Chipsatz Kühler mit größerer Oberfläche ersetzen und auf den Lüfter verzichten, aber das ist Deine Entscheidung.
      Wärmeleitpaste ist leichter zu verarbeiten, härtet nicht wieder aus und Du kannst den Kühler (warum auch immer) leichter wieder abnehmen, jedoch müsstest Du für eine zusätzliche mechanische Fixierung sorgen. Ich habe mir das erspart und einen Wärmeleitkleber von arcticsilver genommen (funktioniert seit Jahren).

      @Mods: Ich finde es schade, dass der Thread (für mich) unauffindbar ist, der das Alles genau beschreibt.

      LG

      everrest
    • Hi everrest,

      danke erstmal.

      Das ist jetzt aber ärgerlich, dann hätte ich mir das Ganze bisher ja sparen können. Kannst du mir einen passenden, grösseren PC-Chipsatz Kühler empfehlen? Kenn mch damit nicht aus und wüsste auch nicht, auf was ich schauen sollte. Hab mal kurz geschaut und gesehen, dass es auch welche mit Wärmeleitpad gibt, wo man dann anscheinend nur aufkleben muss. Kann man sowas verwenden oder ist der Wärmetransport dann schlecht?

      Und ich würde noch gerne deine Meinung zu dem emfohlenen Lüfter hören, der in dem von dir geposteten Link empfohlen wird (40x40x20):
      Als ich den aufgeschraubt habe kam mir die ganze Konstruktion ziemlich hoch vor. Das hat ja kaum mehr Platz zwischen Lüfter und Gehäusedeckel, habs nicht gemessen aber wahrscheinlich paar Millimeter. Ist da nicht ein Hitzestau vorprogrammiert und ein Lüfter mit 15mm wäre besser gewesen?

      Gruß dairplay
    • Hi dairplay,

      ein Pad würde ich nur für die Verbindung der Sub-Platine mit dem überstehenden Rand des Kühlkörpers nehmen, also die Mitte freilassen und dort eine hauchdünne Schicht Wärmeleitkleber aufbringen.

      Wegen des größeren passiven Kühlkörpers schau mal hier:

      icordforum.com/index.php?threa…&postID=234033#post234033

      Ein paar Posts vor- und zurückzublättern kann auch nicht schaden. :icon10:
      Oder Du suchst in diesem Forum nach E-OS Fehler beheben!!!

      Der Kühlkörper sollte möglichst so hoch sein, dass er gerade noch ins Gehäuse passt (sonst: abschmirgeln).

      LG

      everrest
    • Hallo erstmal,

      nach längerer Zeit melde ich mich zurück.

      Der Grund ist meine lange Suche nach einem passiven Kühler (die werden wohl nicht mehr sonderlich gebraucht, deshalb habe ich nur einen gebrauchten gefunden) und der Lieferzeit desselben. Ich habe ihn Anfang der Woche erhalten und heute Zeit gefunden mein Glück zu versuchen.

      Am Ende habe ich mich für die Lösung Wärmeleitpad mit Aussparung für die CPU und Wärmeleitpaste entschieden.

      Bevor sich jemand an die Arbeit macht an dem Teil rumzuschaben um das originale Zeug loszuwerden: Kauft euch einen Fadenzähler (ne Art Lupe), mit dem ihr euren Fortschritt ständig kontrollieren könnt. Leider bin ich auf den Gedanken meinen zu benutzen zu spät gekommen und als ich damit auf die Subplatine (denke das ist der richtige Begriff für das Teil rund um die CPU?) gesehen habe dachte ich mir schon, die is wohl jetzt hinüber. Denn da sah ich ganz deutlich Metall, also zu tief gekratzt.

      Hab das dann doch noch durchgezogen, was gibts auch zu verlieren. Der Kühlkörper wurde auch über die Zeit immer wärmer bis zu einem Zeitpunkt, an dem ich lieber die Finger davon gelassen habe. Auch der Wizard kam komischerweise noch, obwohl ich das Teil schon abgeschrieben hatte. Und auch die ersten Ausschaltversuche verliefen vielversprechend. Jedesmal kam sofort das letzte eingeschaltete Programm. Aber als ich den Humax jetzt nicht mal zwei Stunden ausgeschaltet lassen habe wieder der Wizard.

      Ich gebe hiermit resigniert auf und werde mich wohl oder übel um ein neues Gerät umschauen müssen. Aber ich bin überrascht, dass er nach meiner Bearbeitung wenigstens noch läuft ;).

      Danke everrest für die Unterstützung :).

      Gruß dairplay
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    • Hi everrest,

      hab mir das mit der Reflowstation mal angeschaut und mir nach langem Überlegen so ein Billgteil für 30 Euro bestellt. Mehr braucht man wohl nicht (hab irgendwo was von nem Flussmittel gelesen).

      Nur zur Sicherheit: Ich muss nur die Platine mit der CPU unter dem Kühlkörper erhitzen, keine anderen Bauteile (z.B. dieses EEPRom).

      Die Empfehlung die ich gefunden habe: Temp. ca. 350 Grad, Dauer ca. 3 Minuten, Abstand der Düse zur Subplatine ca. 10 mm. Bei dem Gerät sind drei Düsen dabei, soll man die kleinstmögliche nehmen?


      Gruß dairplay
    • Hi dairplay,

      zunächst mal Respekt vor der Entscheidung, nicht einfach klein beizugeben!

      Vergiss erst mal Flussmittel, Temperatur, Dauer und Abstand.
      Es geht hier nicht ums Re-Ballen, sondern um ein Nachlöten.

      Wichtig ist: Kühlkörper, Pad und Wärmeleitpaste müssen wieder weg!
      Dann erhitzt du die Platine mit der CPU mit kreisenden Bewegungen und verringerndem Abstand.
      Nicht unter die Platine blasen!
      Du kannst die Umgebung mit Alu-Papier abdecken, um keine peripheren Bauelemente zu treffen.
      Das sollte aber eigentlich nicht nötig sein.
      Die Grenze der Aktion ist erreicht, wenn die Platine anfängt, sich zu verfärben.
      Anschließend kannst du einen ersten Test machen, ob der Wizard wegbleibt.
      Passieren kann auch ohne Kühlkörper nichts, da die CPU eine Temperatur-Schutzschaltung hat.
      Also: ggf. noch mal nacharbeiten, ansonsten Alles wieder montieren.
      Und nochmal kontrollieren, dass das Pad den Kühlkörper nicht wieder anhebt.
      Sicherer wäre an dieser Stelle ein Wärmeleitkleber.
      Aber egal: Wenn die durch den Mikroriss unterbrochene Verbindung durch das Nachlöten wiederhergestellt ist und die Kühlung wieder funktioniert, sollte der Receiver noch einige Jahre problemlos laufen.

      Viel Erfolg wünscht

      everrest